Was bleibt. 90 Jahre Ortsumsiedlungen im Lausitzer Kohlerevier
Wanderausstellung
Eröffnung imJuli 2013 ist im Sächsischen Industriemuseum, Energiefabrik Knappenrode

Die Ausstellung erzählt über den Braunkohlebergbau in der Lausitzer Region auf drei Zeitebenen und beispielhaft anhand der Geschichte von drei Dörfern: Buchwalde (1928), Tzschelln (1976) und Trebendorf-Hinterberg (gegenwärtig). Sie verfolgt den Wandel der Lausitzer Heide vom stillen Bauernland zur tagebaugeprägten Industrieregion. Frei arrangierbare Module ermöglichen der Wanderausstellung auf verschiedene räumlichen Bedingungen zu reagieren. In den vom Alter äußerlich sichtbar gezeichneten dreiflügeligen Schränken sind in weichem Filz in Blau, Grün und Rot – den sorbischen Nationalfarben – die privaten Bildmaterialien, Erinnerungsstücke und Geschichten geborgen. Sie erzählen von Abschied, Heimat und Tradition, eingebettet in das leuchtende helle Schrankinnere, welches liebevoll mit Schrift und Ornament in eigener Handarbeit von mir ausgestaltet wurde. Die Schränke in ihrer äußeren Form erinnern an den Spind, wie er zur Arbeitswelt der Kohlearbeiter zählte. Technik, Umzug und Zerstörung hinterlassen Spuren. Bilder fehlen und diese Leerstellen erzählen vom Verschwinden. Die äußerlich robuste Materialität der Schränke ist sogleich ein Schutz für die Dinge im Inneren, für die Erinnerungen – für das, was bleibt.

in Zusammenarbeit mit kocmoc.net