Das Seminar beschäftigte sich mit der Darstellung einer Objektsammlung im Buch – der Betrachtung des Buches als musealer Raum, einem Ding zum »Heineingehen«. Es wurden Objekte unter einem bestimmten Aspekt in einer Sammlung zusammengestellt und nach einem selbst gewählten Ordnungsprinzip dargestellt. Dabei handelt es sich zumeist um kleinere Gegenstände beiläufiger und alltäglicher Natur, die nur dadurch „museumswürdig“ sind, weil sie von einer besonderen Person genutzt und berührt wurden. Die Dinge erzählen von persönlichen Werten, Zielen, Träumen und Rollenbildern ihrer Besitzer. Über die Dinge hinaus entstanden so Porträts von Menschen und Orten. In der Auseinandersetzung mit Text und Bild wurden inhaltliche Strukturen, ein Layout sowie eine grafische Sprache für ein Buchobjekt entwickelt. Dem Betrachter wird dabei ein möglichst genaues Bild von Größe, Materialität, Beschaffenheit und dem Charakter der Sammlung vermittelt.